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Der 11. September - Terroranschläge in den USA (2001)








Hintergrundinformationen


Am Morgen des 11. September 2001 („9/11“) fanden in den USA die größten Terroranschläge in der Geschichte statt. Ziele der Anschläge waren mit dem Pentagon (Zentrale des US-Verteidigungsministeriums) ein militärisches, und mit dem „World Trade Center“ (Welthandelszentrum) ein ziviles Objekt. Täter waren laut den Ermittlungen Terroristen des islamistischen Terrornetzwerkes „al-Qaida“, die mittels entführter Passagierflugzeuge ihre Ziele angriffen, indem sie die Maschinen hineinlenkten und so teils sofort, teils durch anschließende Brände beschädigten bzw. zerstörten. Bei den Anschlägen wurden knapp 3.000 Menschen getötet. Nach den Anschlägen leitete die US-Administration unter dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen und militärischer Interventionen ein, die als „Krieg gegen den Terror“ bekannt und kontrovers diskutiert wurden.

Durch die Berichterstattung konnten weltweit unzählige Menschen die Anschläge und ihre unmittelbaren Folgen teilweise live im Fernsehen verfolgen. Ähnlich wie z.B. bei der Mondlandung oder dem Attentat auf US-Präsident Kennedy geben die meisten Zeitzeugen an, dass sie sich ein Leben lang daran erinnern können, was sie zum Zeitpunkt der Nachricht taten bzw. wie sie das Ereignis im Fernsehen verfolgten.

Der Ablauf

Um 8.46 Uhr Ortszeit am Morgen des 11.09.2001 flog eine „American-Airlines“- Passagiermaschine in den Nordturm des „World Trade Centers“ in New York. Etwa 17 Miniuten lang ging man hierbei von einem tragischen Flugunfall aus, bis auch den zweiten Turm eine Maschine traf. Spätestens zu diesem Zeitpunkt konnte man von gezielten Anschlägen ausgehen, zudem trafen Berichte über weitere entführte Flugzeuge ein. Daraufhin wurde der zivile Flugverkehr gesperrt und der Luftraum mit aufsteigenden Militärmaschinen gesichert. Ein drittes Flugzeug wurde von den Attentätern etwa eine halbe Stunde nach dem letzten Einschlag in den Südturm in das Pentagon in Washington gesteuert. Ein viertes entführtes Flugzeug stürzte eine weitere halbe Stunde später in der Nähe von Pittsburgh auf einem Feld ab, wahrscheinlich aufgrund von Kämpfen zwischen den mittlerweile telefonisch informierten Passagieren und den Entführern. Etwa zu diesem Zeitpunkt stürzte der zuerst getroffene Turm des World Trade Centers aufgrund von Beschädigungen durch den Einschlag und dadurch ausgebrochene Brände völlig in sich zusammen, eine halbe Stunde später geschah dasselbe ebenfalls mit dem Südturm. Am Nachmittag fiel mit dem „WTC 7“ noch ein weiteres Gebäude in der Nähe der beiden WTC-Türme aufgrund massiver Schäden durch Trümmer und hierdurch entstandene Brände in sich zusammen.

In den Türmen selber starben dadurch ca. 2.000 Menschen, umliegend viele weitere, im Pentagon etwa 200 Menschen, in Pittsburgh ca. 40 Menschen, insgesamt an diesem Tag etwa 3.000 Menschen.

Die Täter

Das islamistische Terrornetzwerk „al-Qaida“ soll die Anschläge geplant und in Auftrag gegeben haben. Schlüsselfiguren hierbei sollen die Planer Chalid Scheich Mohammed und Mohammed Atef sowie der Auftraggeber Osama bin Laden gewesen sein. Chalid Scheich Mohammed konnte danach festgenommen werden, Mohammed Atef wurde bei einem Raketenangriff in Afghanistan getötet, und Osama bin Laden, der später in einer Videobotschaft seine Täterschaft bestätigte, ist bis heute flüchtig.

Die von ihnen zu den Anschlägen bestimmten Flugzeugentführer sind namentlich bekannt:

Mohammed Atta, Satam al Suquami, Abdul al Omari, Wail al Shehri und Waleed al Sherhri entführten den American Airlines Flug 11.

Marwan Alshehhi, Fayez Banihammad, Ahmed al Ghamdi, Mohand al Shehri und Hamza al Ghamdi entführten den United Airlines Flug 175.

Hani Handschur (Pilot), Khalid al Mihdhar, Majid Moqed, Salem al Hazmi und Nawaf al Hazmi entführten den American Airlines Flug 77.

Ziad Jarrah (Pilot), Saeed al Ghamdi, Ahmed al Haznawi und Ahmed al Nami entführten den United Airlines Flug 93.

Reaktionen und Konsequenzen

Am Tag nach den Anschlägen fanden international zahlreiche Kisensitzungen statt. Die UN verurteilte die Angriffe, während die NATO den Bündnisfall feststellte, wodurch die USA Anrecht auf militärische Unterstützung ihrer Bündnispartner erhielt. Der US-Präsident kündigte einen massiven „Krieg gegen den Terror“ an. Im Inland wurden die Befugnisse der Bundesbehörden bei Ermittlungen massiv erweitert („Patriot Act“), im Ausland geriet sehr schnell Afghanistan in das Visier des US-Militärs, da hier unter der Herrschaft der radikalislamischen Taliban viele ranghohe Mitglieder der verantwortlichen Terrororganisation „al-Qaida“ Unterschlupf fanden. Da diese nicht bereit waren, Osama Bin Laden an die USA auszuliefern sowie die „al-Qaida“ zu bekämpfen, und sie auch selber als terroristisch eingestuft wurden, griff die USA unter Bush am 07.10.2001 nach der Aufforderung an Bündnispartner, sich ihnen anzuschließen, die Taliban an, stürzte sie und besetzte das Land teilweise.

Kritik

Sowohl der Entschluß, als auch die Art und Weise der Kriegsführung wurde im In- und Ausland nach anfänglicher allgemeiner Zustimmung und Solidarität zunehmend kritisiert. Auch die Vorgehensweise bei der Verfolgung von mutmaßlichen Terroristen und Terrororganisationen, bei der bis dahin international anerkannte Rechtsabmachungen zunehmend in den Augen von Kritikern gebrochen worden sind, wurde verstärkt diskutiert. Hierbei kam es auch aufgrund von Meinungsverschiedenheiten in diesen Fragen zu großen Spannungen mit Bündnispartnern wie Deutschland oder Frankreich, die der damalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld daraufhin als das „Alte Europa“ bezeichnete, im Gegensatz zu europäischen Staaten, die sich dem „Kampf gegen den Terror“ weitaus kritikloser angeschlossen hatten. Nach längeren und verlustreichen militärischen Auseinandersetzungen, die sich aufgrund der losen Organisationsstruktur islamistischer Kämpfer als äußerst schwierig erwiesen, sowie dem weiteren Abbau von Bürgerrechten auch im Inland, und der fortwährenden Verletzung von Menschenrechten verdächtiger Personen sank die Beliebtheit des US-Präsidenten und seiner Administration auch im Inland schließlich rapide. Diesen Umstand machte sich 2008 der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Hussein Obama zunutze, indem er unter den Slogans „Change“ und „Yes we can“ eine Abkehr von diesen Methoden zur Terrorbekämpfung versprach und Bush schließlich als Präsidenten ablöste.

Verschwörungstheorien

Relativ rasch nach den Anschlägen vom 11. September 2001 entstanden eine Reihe von Verschwörungstheorien zu den Hintermännern der Attacken. Die meisten gehen hierbei davon aus, dass die US-Regierung oder US-Geheimdienste die Angriffe selber durchgeführt oder zumindest zugelassen und unterstützt zu haben, um eine Legitimation für die anschließend durchgeführten Maßnahmen zu besitzen. Motive hierfür sollen die angestrebten Militärinterventationen im Ausland zur Stärkung der globalen Präsenz oder Ausbeutung besetzter Gebiete sein, sowie die leichtere Kontrolle und Überwachung der eigenen Bevölkerung. Zu diesem Zweck sei ein „Inside Job“ durchgeführt worden, eine Vortäuschung eines fremdes Angriffs, der in Wahrheit im Inland geplant und von dort aus der Weltöffentlichkeit vorgetäuscht worden sein soll. Es entstanden zahlreiche Bücher oder auch Filme, die Ungereimtheiten der offiziellen Darstellungen der Angriffe belegen sollen. Ein im Internet sehr bekannter Film dieser Art ist „Loose Change“ des amerikanischen Amateurproduzenten Dylan Avery. Es erschienen jedoch auch zahlreiche Dokumentationen, die sich mit den Thesen und Beweisgängen der Verschwörungstheoretiker auseinandersetzen und ihnen Widerlegungen entgegenhalten.






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