Alena Schröder: "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" – Rezension
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Zuletzt aktualisiert am 27. Februar 2026 • Von Marcel Behling
Autorin: Alena Schröder, deutsche Journalistin und Schriftstellerin
Ein fesselnder Generationenroman über Kunst, Raub und die Macht des Schweigens, der historische Tiefe mit der Leichtigkeit eines modernen Kriminalfalls verbindet.
Worum geht’s?
Nach ihrem Riesenerfolg "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" kehrt Alena Schröder im Januar 2026 mit einer neuen großen Familiensaga zurück. Diesmal verknüpft sie das Schicksal der 34-jährigen Hannah in Berlin der Gegenwart mit der Geschichte der 14-jährigen Marlen und der Malerin Wilma im Güstrow des Mai 1945. Es geht um ein unscheinbares Gemälde ("Öl auf Leinwand, ohne Titel"), das keine Signatur trägt, aber eine verborgene Wahrheit über Geheimnisse, Erbe und Familienbande birgt. Das Buch ist eine Spurensuche, die tief in die dunklen Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte und die Macht der Erinnerung führt.
Warum lesen?
Alena Schröder hat ein unglaubliches Gespür für Atmosphäre. Ich empfehle den Roman, weil er es schafft, historische Recherche in eine hochemotionale Pageturner-Handlung zu verpacken. Besonders stark ist die Schilderung der Kunstszene der Weimarer Republik – man riecht förmlich das Terpentin und spürt die Aufbruchstimmung, die bald vom Grauen des Nationalsozialismus verschluckt wird. Wer gerne Romane liest, die Bildung und Unterhaltung perfekt mischen (Edutainment auf höchstem Niveau), kommt an diesem Buch 2026 nicht vorbei.
Ideal für: Fans von fundierten historischen Romanen und Generationen-Sagas. Wer Bücher mag, in denen die Vergangenheit die Gegenwart radikal verändert, wird hier glücklich.
Eher nichts für: Leser, die eine rein lineare Handlung bevorzugen, da die zwei Zeitebenen sehr eng miteinander verwoben sind und volle Aufmerksamkeit erfordern.









