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Persönliche Buchempfehlungen 2026: Diese Highlights lohnen sich wirklich

Sie sind hier: Startseite » Bücher » Buchempfehlungen 2026

Zuletzt aktualisiert am 20. Februar 2026 • Von Marcel Behling

Als Vielleser behalte ich den Buchmarkt 2026 stets im Blick. Dafür scanne ich regelmäßig die Neuerscheinungen der großen Verlage, Bestsellerlisten und die Empfehlungen namhafter Literaturkritiker (wie etwa Denis Scheck). Aus dieser Flut an Titeln filtere ich potenzielle Jahres-Highlights heraus und arbeite mich durch die Leseexemplare, um die wirklich lesenswerten Bücher zu ermitteln.

Hier stelle ich Ihnen die Titel vor, die mich literarisch überzeugt haben. Zudem finden Sie weiter unten meine Watchlist 2026 – eine kuratierte Auswahl vielversprechender Bücher, die ich basierend auf den aktuellen Verlagsvorschauen schon jetzt unter Beobachtung habe.

Den Anfang bei den bereits erschienenen Büchern macht dabei dieses Jahr ein Autor, auf dessen neues Werk die Literaturwelt – und ich als philosophisch Interessierter ganz persönlich – besonders gespannt gewartet hat: Pascal Mercier mit "Der Fluss der Zeit".

Meine Buchempfehlungen 2026

  • Literarische Neuerscheinungen & Romane 2026
  • Die spannendsten Krimis & Thriller des Jahres
  • Sachbuch-Highlights: Wissen & Zeitgeschehen 2026
  • Meine Watchlist: Ausblick auf die kommenden Buch-Neuheiten
  • Die besten Bücher 2026 auf YouTube diskutieren

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Literarische Neuerscheinungen & Romane 2026

Was macht einen Roman wirklich lesenswert? In der Flut der wöchentlichen Neuerscheinungen verliert man schnell den Überblick. Auf dieser Liste finden Sie keine bloße Ansammlung von Titeln, sondern meine persönlich kuratierte Auswahl der besten Belletristik 2026. Ich begleite das Literaturjahr für Sie und füge kontinuierlich nur die Werke hinzu, die durch sprachliche Tiefe oder originelles Storytelling überzeugen. So entsteht im Laufe der Monate ein lebendiges Archiv der echten Highlights – damit Sie Ihre Lesezeit nur in Bücher investieren, die auch nach der letzten Seite noch nachhallen.

Pascal Mercier: Der Fluss der Zeit

Pascal Mercier: Der Fluss der Zeit

Autor: Pascal Mercier (Pseudonym von Peter Bieri), Schweizer Philosoph

"Der Fluss der Zeit" ist ein melancholisches, kluges Abschiedswerk, das in fünf stillen Geschichten die Subjektivität unserer Lebenszeit auslotet – perfekt für Leser mit einem Faible für philosophische Prosa.

Worum geht’s?

Nach dem Tod von Peter Bieri (bekannt als Pascal Mercier) im Jahr 2023 ist dieser posthum erschienene Erzählband im Januar 2026 zu einem wehmütigen Abschiedsgruß geworden. In fünf philosophischen Miniaturen erkundet Mercier die Flüchtigkeit der Zeit. Wir begleiten etwa einen Mann, der nach vier Jahrzehnten in seine alte Studentenwohnung zurückkehrt, oder einen anderen, der in quälender Stille auf ein Biopsie-Ergebnis wartet. Das Buch verzichtet auf die große Dramatik eines "Nachtzug nach Lissabon" und konzentriert sich stattdessen auf jene Sekundenbruchteile, in denen uns bewusst wird, dass das Leben unwiederbringlich voranschreitet.

Warum lesen?

Wer Merciers philosophische Tiefe liebt, findet hier die Essenz seines Denkens. Ich empfehle das Buch, weil es die seltene Gabe besitzt, den "Lärm" der Welt für ein paar Stunden stummzuschalten. Besonders die Geschichte über das Warten auf den medizinischen Befund hat mich beeindruckt: Kehlmann-artig präzise wird hier seziert, wie sich die Wahrnehmung von Zeit dehnt und zusammenzieht, wenn die eigene Existenz auf dem Spiel steht. Es ist kein Buch für zwischendurch, sondern eines für die Momente, in denen man bereit ist, sich den eigenen großen Fragen zu stellen.

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Leser, die leise, nachdenkliche Literatur und philosophische Alltagsbeobachtungen schätzen. Wer Merciers früheren Werke mochte, wird auch diese Miniaturen als wertvolles Vermächtnis empfinden.

  • Eher nichts für: Menschen, die eine spannungsgeladene Handlung oder komplexe Roman-Konstruktionen suchen. Die Erzählungen sind eher statisch und kreisen stark um die Innenwelt der (meist männlichen) Protagonisten.

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Leïla Slimani: Trag das Feuer weiter

Leïla Slimani: Trag das Feuer weiter

Originaltitel: J’EMPORTERAI LE FEU

Autorin: Leïla Slimani, französisch-marokkanische Schriftstellerin und Journalistin

Ein gewaltiges Finale, das die Geschichte einer Familie über drei Generationen hinweg vollendet und dabei ein tiefschürfendes Porträt des modernen Marokkos zwischen Tradition und schmerzhaftem Aufbruch zeichnet.

Worum geht’s?

Mit diesem Roman schließt Leïla Slimani ihre große Marokko-Saga ("Das Land der Anderen") ab. Wir befinden uns nun in den 1980er und 90er Jahren sowie in der Gegenwart. Im Zentrum steht Mia, die Enkelin von Mathilde und Amine, die als Schriftstellerin in Paris lebt, aber immer wieder in die marokkanische Heimat zurückkehrt. Der Roman schildert den schmerzhaften Übergang Marokkos in die Moderne: Während die Eliten in Rabat zwischen westlichem Lebensstil und Tradition schwanken, braut sich im Hintergrund der politische Islamismus zusammen. Ein zentraler Moment des Buches ist die Rückkehr auf den Familienbauernhof, der einst ein Symbol des Aufbruchs war und nun zum Schauplatz für die Entfremdung zwischen den Generationen wird.

Warum lesen?

Ich empfehle diesen Abschluss der Trilogie, weil Slimani meisterhaft zeigt, wie sich das "Feuer" der Freiheit von einer Generation auf die nächste überträgt – und wo es erlischt. Es ist kein nostalgischer Rückblick, sondern eine messerscharfe Analyse von Privilegien und Enttäuschungen. Besonders die Figur der Nora hat mich beeindruckt: Ihr Blick als "Heimkehrerin" auf die Doppelmoral der marokkanischen Gesellschaft ist schonungslos und doch voller Liebe. Slimani schreibt hier über das Ende von Träumen, ohne dabei die Hoffnung ganz aufzugeben. Wer die ersten beiden Bände gelesen hat, findet hier die notwendige, wenn auch bittere Antwort auf die Frage, was aus Mathildes Mut geworden ist.

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Leser von epischen Familiensagas, die historische Genauigkeit und eine starke weibliche Perspektive schätzen. Wer sich für die komplexe Identität zwischen Nordafrika und Europa interessiert, findet hier eines der wichtigsten Bücher des Jahres 2026.

  • Eher nichts für: Leser, die eine leichte Wohlfühl-Geschichte suchen. Slimani spart nicht an gesellschaftlichen Härten und zeigt die oft deprimierende Realität politischer und persönlicher Unfreiheit.

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Bodo Kirchhoff: Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt

Bodo Kirchhoff: Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt

Autor: Bodo Kirchhoff, deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor

Ein sprachlich brillanter Roman über das späte Werben um die eigene Ehefrau, der das bittere Scheitern und die späten Momente der Freiheit in Indien mit beeindruckender psychologischer Tiefe einfängt.

Worum geht’s?

Bodo Kirchhoff präsentiert im Februar 2026 einen opulenten Altersroman über das langsame Auseinanderbrechen einer 50-jährigen Ehe. Vigo Goll, ein ehemaliger Friedensforscher, flieht nach Indien. Seine Frau Terese, eine Therapeutin, reist ihm nach – nicht aus purer Liebe, sondern aus einer Mischung aus Wut und Pflichtgefühl. Vigo beginnt schließlich, einen Roman aus der Sicht seiner Frau zu schreiben, um sie (und sich selbst) wiederzufinden. Ein zentrales Motiv ist das Unvermögen, im Alter noch einmal neu anzufangen, während die eigene Tochter sich ausgerechnet in einen Soldaten verliebt.

Warum lesen?

Ich empfehle diesen Roman für Kirchhoffs gnadenlose Ehrlichkeit. Er beschreibt das "Sich-Abfinden" mit dem Partner so präzise, dass es beim Lesen fast wehtut. Es gibt eine Szene, in der ein letzter Annäherungsversuch im Bett kläglich scheitert – das ist so unsentimental und fernab von jedem Kitsch geschrieben, wie man es selten liest. Kirchhoff zeigt hier seine ganze Meisterschaft darin, das Banale des Ehealltags mit großer Lebensweisheit zu verknüpfen. Es ist ein Buch über das Scheitern, das aber seltsamerweise eine große innere Freiheit verströmt.

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Leser, die psychologisch tiefschürfende Beziehungsstudien mögen und keine Angst vor Melancholie und der Auseinandersetzung mit dem Älterwerden haben.

  • Eher nichts für: Jüngere Leser, die Action oder eine romantische Liebesgeschichte suchen. Der Fokus liegt sehr stark auf der männlichen Innenperspektive, was manch einer als etwas zu "verkopft" empfinden könnte.

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Julian Barnes: Abschied(e)

Julian Barnes: Abschied(e)

Originaltitel: Departures

Autor: Julian Barnes, britischer Schriftsteller

Ein meisterhaftes, teils autobiografisches Werk über die Kunst des Loslassens, das durch Barnes’ unnachahmliche Mischung aus Melancholie und intellektuellem Scharfsinn besticht.

Worum geht’s?

Julian Barnes liefert mit "Abschied(e)" keinen klassischen Kurzgeschichtenband, sondern ein tief persönliches Hybrid-Werk aus Fiktion und essayistischen Reflexionen. Im Mittelpunkt steht das Unvermögen, dem Tod und dem Verschwinden mit Logik zu begegnen. Barnes schreibt über das Ende langer Ehen, das Verstummen von Freunden und – sehr zentral – über die Unzuverlässigkeit unserer eigenen Trauer. In einer der stärksten Passagen beschreibt er, wie wir versuchen, Verstorbene durch das Festhalten an Objekten "am Leben" zu erhalten, nur um festzustellen, dass die Dinge uns überdauern, während das Wesen des geliebten Menschen unaufhaltsam verblasst.

Warum lesen?

Ich empfehle dieses Buch für seine radikale intellektuelle Ehrlichkeit. Barnes verzichtet auf jeden religiösen oder esoterischen Trost. Stattdessen nutzt er seinen typisch britischen, trockenen Humor, um die Absurdität des Alterns und Sterbens zu beleuchten. Was mich besonders bewegt hat, ist sein Blick auf die "Nachzeit": Was bleibt von einem Leben übrig, wenn die Augenzeugen verschwinden? Barnes’ Sätze sind wie geschliffene Diamanten – klar, hart und von zeitloser Schönheit. Er beweist hier erneut, dass er einer der wenigen Autoren ist, die über das Nichts schreiben können, ohne den Leser im Nichts zurückzulassen.

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Leser, die philosophische Tiefe und einen eleganten, distanzierten Schreibstil schätzen. Wer Barnes’ "Lebensstufen" mochte, wird dieses Werk als konsequente Weiterführung empfinden.

  • Eher nichts für: Leser, die eine handlungsgetriebene Story oder emotionale Überwältigung suchen. Barnes bleibt stets der Beobachter – wer Wärme und tröstende Sentimentalität sucht, wird hier eher eine kühle Klarheit finden.

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Alena Schröder: Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel

Alena Schröder: Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel

Autorin: Alena Schröder, deutsche Journalistin und Schriftstellerin

Ein fesselnder Generationenroman über Kunst, Raub und die Macht des Schweigens, der historische Tiefe mit der Leichtigkeit eines modernen Kriminalfalls verbindet.

Worum geht’s?

Nach ihrem Riesenerfolg "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" kehrt Alena Schröder im Januar 2026 mit einer neuen großen Familiensaga zurück. Diesmal verknüpft sie das Schicksal der 34-jährigen Hannah in Berlin der Gegenwart mit der Geschichte der 14-jährigen Marlen und der Malerin Wilma im Güstrow des Mai 1945. Es geht um ein unscheinbares Gemälde ("Öl auf Leinwand, ohne Titel"), das keine Signatur trägt, aber eine verborgene Wahrheit über Geheimnisse, Erbe und Familienbande birgt. Das Buch ist eine Spurensuche, die tief in die dunklen Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte und die Macht der Erinnerung führt.

Warum lesen?

Alena Schröder hat ein unglaubliches Gespür für Atmosphäre. Ich empfehle den Roman, weil er es schafft, historische Recherche in eine hochemotionale Pageturner-Handlung zu verpacken. Besonders stark ist die Schilderung der Kunstszene der Weimarer Republik – man riecht förmlich das Terpentin und spürt die Aufbruchstimmung, die bald vom Grauen des Nationalsozialismus verschluckt wird. Wer gerne Romane liest, die Bildung und Unterhaltung perfekt mischen (Edutainment auf höchstem Niveau), kommt an diesem Buch 2026 nicht vorbei.

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Fans von fundierten historischen Romanen und Generationen-Sagas. Wer Bücher mag, in denen die Vergangenheit die Gegenwart radikal verändert, wird hier glücklich.

  • Eher nichts für: Leser, die eine rein lineare Handlung bevorzugen, da die zwei Zeitebenen sehr eng miteinander verwoben sind und volle Aufmerksamkeit erfordern.

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Liz Moore: Der andere Arthur

Liz Moore: Der andere Arthur

Originaltitel: Heft

Autorin: Liz Moore, US-amerikanische Schriftstellerin

"Der andere Arthur" ist ein tief bewegender, empathischer Roman über zwei verlorene Seelen in Brooklyn, der zeigt, dass Rettung oft dort wartet, wo man sie am wenigsten vermutet: in der Verbindung zu einem völlig Fremden.

Worum geht’s?

In "Der andere Arthur" führt uns Liz Moore in ein Haus in Brooklyn, das seit über einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen wurde. Dort lebt Arthur Opp, ein ehemaliger Literaturprofessor, der sich hinter 250 Kilo Körpergewicht und Bergen von Büchern isoliert hat. Parallel dazu lernen wir den 17-jährigen Kel kennen, der in einem völlig anderen Amerika ums Überleben kämpft: Er hofft auf ein Sportstipendium, während er seine alkoholkranke Mutter pflegt.

Ein zentraler, fast schmerzhafter "Aha-Moment" des Buches ist der Moment, in dem Kel eine alte Verbindung seiner Mutter entdeckt: Sie war einst Arthurs Studentin. Als sie sich nach Jahren der Stille an Arthur wendet, prallen diese zwei extrem unterschiedlichen Welten der Einsamkeit aufeinander. Es geht nicht um einen Thriller-Plot, sondern um die Frage, wie zwei Menschen, die eigentlich schon aufgegeben haben, durch die Verantwortung für den jeweils anderen plötzlich wieder einen Grund finden, die Tür zur Welt einen Spalt weit zu öffnen.

Warum lesen?

Ich empfehle diesen Roman, weil Liz Moore die Gabe hat, über extreme Charaktere zu schreiben, ohne sie jemals bloßzustellen oder ins Lächerliche zu ziehen. Arthur Opp könnte in einem schlechteren Buch eine Karikatur sein, aber Moore verleiht ihm eine Würde und eine intellektuelle Brillanz, die mich tief berührt hat. Besonders beeindruckend ist die Dualität des Buches: Es ist einerseits eine bittere Milieustudie über Sucht und Armut (durch Kels Augen) und andererseits eine zärtliche Geschichte über die heilende Kraft von Literatur und Fürsorge. Wer "Long Bright River" mochte, wird auch hier diese dichte, empathische Atmosphäre finden, die Moore so meisterhaft beherrscht.

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Leser, die charaktergetriebene Romane mit viel Herzblut und sozialkritischem Unterton lieben. Wer Geschichten über ungewöhnliche Freundschaften und die Überwindung von Einsamkeit mag (ähnlich wie in "A Man Called Ove", aber deutlich literarischer und düsterer), wird dieses Buch verschlingen.

  • Eher nichts für: Leser, die ein schnelles Erzähltempo oder einen klassischen Plot-Twist-Roman suchen. Die Geschichte entwickelt sich langsam und lebt von den feinen Beobachtungen und der inneren Entwicklung der Figuren. Wer eine Abneigung gegen Themen wie Adipositas oder Alkoholsucht hat, könnte die Lektüre als belastend empfinden.

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Rachel Khong: Real Americans

Rachel Khong: Real Americans

Autorin: Rachel Khong, US-amerikanische Schriftstellerin

Ein vielschichtiger Generationenroman über die Suche nach Identität zwischen zwei Kulturen, der die Frage aufwirft, ob wir unser Schicksal wirklich selbst bestimmen oder ob es längst in unseren Genen und unserer Herkunft festgeschrieben steht.

Worum geht’s?

"Real Americans" ist eine Generationensaga, die 1999 in New York beginnt. Lily Chen, eine junge Frau aus einer chinesischen Einwandererfamilie, verliebt sich in Matthew, den Erben eines gigantischen Pharma-Vermögens. Was wie eine moderne Aschenputtel-Geschichte beginnt, wandelt sich zu einer komplexen Untersuchung über Schicksal und Biologie. Die Handlung springt Jahre später zu Lilys Sohn Nick, der ohne seinen Vater aufwächst und beginnt, seine eigene Herkunft zu hinterfragen. Der entscheidende Wendepunkt – und der "Aha-Moment" des Buches – ist die Entdeckung, dass Lilys eigene Mutter, eine brillante Genetikerin in China, Forschungen betrieb, die das Leben ihrer Nachkommen auf eine Weise beeinflussten, die weit über Erziehung hinausgeht und Fragen nach Kontrolle über Gene und Identität aufwirft.

Warum lesen?

Ich empfehle diesen Roman, weil Rachel Khong die schwierige Balance zwischen einer packenden Familiengeschichte und ethischen Grenzgängen meistert. Das Buch stellt die unbequeme Frage: Wenn wir unsere Kinder "perfekt" machen könnten – hätten sie dann noch eine eigene Identität? Besonders beeindruckend ist, wie Khong das Thema "Privileg" behandelt. Matthew und seine Familie glauben, sie könnten alles kontrollieren, sogar die Biologie, während Lily versucht, ihre Wurzeln in einer Welt zu bewahren, die Assimilation fordert. Es ist ein kluger, oft schmerzhafter Blick darauf, was es bedeutet, in Amerika (oder dem Westen generell) "dazuzugehören".

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Leser, die große, emotionale Familiensagas wie die von Min Jin Lee ("Pachinko") oder Celeste Ng lieben. Wer sich für das Spannungsfeld zwischen Ethik, Wissenschaft und persönlichem Glück interessiert, wird hier hervorragend bedient.

  • Eher nichts für: Leser, die einen reinen Science-Fiction-Thriller erwarten. Obwohl Genetik eine Rolle spielt, bleibt das Buch ein literarischer Roman, der sich mehr für Gefühle und soziale Strukturen als für technische Details interessiert. Wer eine schnelle, geradlinige Romanze sucht, wird durch die Zeitsprünge und die moralische Schwere eventuell herausgefordert.

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Navid Kermani: Sommer 24

Navid Kermani: Sommer 24

Autor: Navid Kermani, deutscher Schriftsteller, Reporter, Essayist und habilitierter Orientalist

Ein leuchtendes, kluges Zeitzeugnis, das die flüchtige Intensität eines Sommers nutzt, um über den Zustand Europas und die Zerbrechlichkeit unseres Glücks nachzudenken.

Worum geht’s?

Nach seinem großen Erfolg "Das Alphabet bis Heute" kehrt Navid Kermani im Jahr 2026 mit einem sehr persönlichen, fast schon dokumentarischen Roman zurück. "Sommer 24" fängt die nervöse, aufgeladene Stimmung eines einzigen Sommers ein. Der Erzähler – unverkennbar Kermanis Alter Ego – reist durch ein Europa, das sich zwischen Kriegsangst, Klimawandel und einer seltsamen, fast trotzigen Lebenslust bewegt. Ein zentraler "Aha-Moment" ist die Beschreibung einer Reise in den Osten des Kontinents, bei der die vermeintliche Sicherheit des Westens wie ein dünner Firnis wirkt. Es geht um die Frage, wie man angesichts der Weltlage noch ein guter Vater, ein liebender Partner und ein aufmerksamer Beobachter bleiben kann.

Warum lesen?

Ich empfehle dieses Buch, weil Kermani wie kein zweiter die Brücke zwischen politischer Analyse und tiefster Spiritualität schlägt. "Sommer 24" fühlt sich an wie ein langes Gespräch mit einem sehr klugen Freund, der die Welt nicht schönt, aber ihre Schönheit trotzdem verteidigt. Besonders beeindruckend ist die Sprachgewalt: Kermani beschreibt eine einfache Zugfahrt so, dass sie zur existenziellen Grenzerfahrung wird. Man liest dieses Buch nicht nur, um die Gegenwart zu verstehen, sondern um sich in ihr weniger allein zu fühlen. Es ist ein Buch der Stunde, das das Ephemere (das Flüchtige) eines Sommers mit den ganz großen Menschheitsfragen verknüpft.

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Leser, die Kermanis Essays schätzen und anspruchsvolle Literatur suchen, die Zeitdiagnose und persönliche Beichte miteinander verbindet. Wer autofiktionale Texte mit intellektuellem Tiefgang mag, wird dieses Buch lieben.

  • Eher nichts für: Leser, die eine abgeschlossene, fiktive Handlung mit klassischem Spannungsbogen suchen. Das Buch ist fragmentarisch und lebt von Reflexionen, nicht von Action.

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Robert Menasse: Die Lebensentscheidung

Robert Menasse: Die Lebensentscheidung

Autor: Robert Menasse, österreichischer Schriftsteller und politischer Essayist

Eine eindringliche, psychologisch präzise Novelle über einen Mann am Wendepunkt seines Lebens, der im Angesicht des Todes versucht, die eigene Endlichkeit vor seinen Liebsten zu verbergen – ein stilles Meisterwerk über die Macht des Willens.

Worum geht’s?

In "Die Lebensentscheidung" bricht Robert Menasse mit der Erwartungshaltung, die seine großen Brüssel-Romane geweckt haben. Zwar ist der Protagonist Franz Fiala ein hochrangiger Beamter der Europäischen Kommission, doch das politische Parkett ist hier nur die Kulisse für eine Flucht. Fiala wirft frustriert hin und reist nach Wien, um den 90. Geburtstag seiner Mutter zu feiern. Er verheimlicht ihr seinen Ruhestand – und noch etwas viel Schwerwiegenderes: seine Krebsdiagnose. Die Novelle konzentriert sich auf das psychologische Kammerspiel zwischen Mutter und Sohn sowie auf die unsichere Liebe zu seiner Partnerin Nathalie. Ein zentraler "Aha-Moment" ist Fialas fast verzweifelter Versuch, die Kontrolle über sein Sterben zu behalten, indem er das Schicksal durch reine Willenskraft und Schweigen zu bändigen versucht.

Warum lesen?

Ich empfehle dieses Buch, weil Menasse hier zeigt, dass er auch die "kleine Form" meisterhaft beherrscht. Es ist eine tief berührende Meditation über die Endlichkeit. Wer Menasse bisher nur als scharfzüngigen Satiriker der Bürokratie kannte, wird hier eine ganz neue, verletzliche Seite an ihm entdecken. Besonders beeindruckend ist, wie er das Schweigen zwischen den Generationen beschreibt: Das Verheimlichen der Krankheit ist kein Akt der Feigheit, sondern ein fehlgeleiteter Akt der Liebe. Es ist ein stilles, sehr kunstvolles Buch, das die Frage aufwirft: Was bleibt von einer "Lebensentscheidung" übrig, wenn der eigene Körper einem die Entscheidungsgewalt entzieht?

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Leser, die existenzielle Erzählungen über Krankheit, Familie und das Älterwerden schätzen. Wer Bücher wie „Ein ganzes Leben“ von Robert Seethaler mag, wird die Schlichtheit und Tiefe dieser Novelle lieben.

  • Eher nichts für: Leser, die eine Fortsetzung der großen EU-Satiren suchen. Wer auf politische Intrigen und Brüsseler Insider-Witze hofft, wird enttäuscht sein, da die Politik hier nur ein fernes Echo ist. Auch für Menschen, die eine Abneigung gegen Krankheitsgeschichten haben, könnte die Lektüre zu belastend sein.

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Martin Suter: Können Sie mich sehen?

Martin Suter: Können Sie mich sehen?

Autor: Martin Suter, Schweizer Schriftsteller und Kolumnist

Roman, der zeigt, wie Frauen und Homeoffice die Machtstrukturen in den Chefetagen erschüttern und gestandene Topmanager die Kontrolle verlieren.

Worum geht’s?

Die Vorstandsetagen der Konzerne waren lange ein abgeschottetes Reservat: Hier regierten Männer in maßgeschneiderten Anzügen, sprachen in Buzzwords von Skalierbarkeit und Disruption und balancierten auf einem schmalen Grat, auf dem ein einziger Fehltritt den sofortigen Absturz bedeutete. Doch plötzlich verändert sich alles. Frauen erobern die oberen Ränge, Remote-Arbeit entlarvt die alten Machtrituale als lächerlich und stellt gestandene Alphatiere bloß. Die Spielregeln werden unberechenbarer und Vertrauen wird zur knappen Ressource. Den alteingesessenen Chefs rutscht die Welt, die sie einst fest im Griff hatten, unaufhaltsam aus den Händen.

Warum interessant?

Martin Suter gehört zu den bekanntesten Schweizer Autoren und hat mit seinen Romanen regelmäßig große Erfolge gefeiert. Besonders beliebt sind Werke wie "Small World", "Lila, Lila" und "Die Zeit, die Zeit", die durch ihre präzise Figurenzeichnung, spannende Handlungen und feinen psychologischen Einblick bestechen. Auch "Wut und Liebe" begeisterte zuletzt 2025 viele Leserinnen und Leser. Sein neuer Roman "Können Sie mich sehen?", der 2026 erscheint, gehört deshalb für mich zu den vielversprechenden Titeln des Jahres: Suter versteht es, komplexe Themen packend und unterhaltsam zu erzählen – und könnte auch diesmal wieder eine fesselnde Erzählung liefern.

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Die spannendsten Krimis & Thriller des Jahres

Ein guter Thriller muss mehr als nur fesseln – er muss logisch und atmosphärisch überzeugen. Auf dieser Seite sammle ich die spannendsten Kriminalromane und Thriller des Jahres 2026, die ich kritisch unter die Lupe genommen habe. Mein Ziel: Ihnen eine verlässliche Orientierung zu bieten, welche Pageturner ihr Versprechen wirklich halten. Da ich die Liste laufend um meine aktuellen Entdeckungen ergänze, finden Sie hier stets die aktuelle Speerspitze der Spannungsliteratur – inklusive einer klaren Einschätzung, für welchen Nervenkitzel-Typ das jeweilige Buch am besten geeignet ist.

Jo Nesbø: Minnesota

Jo Nesbø: Minnesota

Autor: Jo Nesbø, norwegischer Schriftsteller und Musiker

Ein meisterhaft konstruierter Thriller über Rache, Trauma und gesellschaftliche Abgründe, der die Themen Waffengewalt, Polizeikorruption und persönliche Schuld in den USA seziert – ein Pflichttermin für anspruchsvolle Leser, die bereit sind, sich in eine düstere, realistische Welt voller moralischer Grauzonen zu begeben.

Worum geht’s?

Vergiss das Bild vom einsamen Ermittler in den Gassen Oslos. In "Minnesota" seziert Nesbø die Unzuverlässigkeit von Wahrheit und Erinnerung in einer von Gewalt geprägten Gesellschaft. Im Zentrum steht Bob Oz, ein suspendierter, alkoholkranker Ermittler der Mordkommission in Minneapolis, der seit dem tragischen Unfalltod seiner dreijährigen Tochter innerlich zerbrochen ist. Seine Frau hat ihn verlassen, Freunde ziehen sich zurück – nur die obsessive Jagd nach einem Serienmörder gibt ihm vorübergehend Halt.

Der Kernkonflikt beginnt 2016 mit der Erschießung eines Kleinkriminellen und Waffenhändlers auf offener Straße. Alle Spuren deuten auf Tomas Gomez, einen stillen Mann mit dunkler Vergangenheit und Verbindungen zur Unterwelt, der spurlos verschwindet. Weitere Morde folgen – ein Rachefeldzug gegen Drogenbosse, Waffenhändler und korrupte Strukturen. Bob Oz erkennt Parallelen zwischen sich und dem Täter: Beide tragen unauslöschliche Traumata und handeln aus einer Mischung aus Verzweiflung und Gerechtigkeitsdrang.

Parallel dazu erzählt das Buch 2022 von einem norwegischen True-Crime-Autor (mit norwegischen Wurzeln in Minneapolis), der in die Stadt reist, um über den Fall zu recherchieren – und dabei eigene Verbindungen zur Vergangenheit aufdeckt. Ein entscheidendes Detail, das die beklemmende Atmosphäre des Buches einfängt, ist die ständige Präsenz von Schusswaffen und die liberale Waffenkultur Minnesotas, die weniger Kulisse als vielmehr Spiegel für die zerstörerischen Kräfte in den Figuren ist.

Warum lesen?

Was mich an diesem Werk fasziniert, ist Nesbøs mutiges Spiel mit zwei Zeitebenen (2016 und 2022) und multiplen Perspektiven. „Minnesota“ ist kein linearer Thriller; es ist ein literarisches Puzzle, das nach und nach die Motive und Verbindungen enthüllt und den Leser zwingt, das Gelesene immer wieder neu zu bewerten.

Das Buch löst das Problem der Vorhersehbarkeit, mit dem viele Genre-Beiträge zu kämpfen haben. Es hinterlässt ein tiefes Gefühl der Verunsicherung, da Nesbø uns zwingt, die Grenzen zwischen Opfer, Täter und Ermittler zu hinterfragen. Der konkrete Mehrwert liegt in der handwerklichen Präzision, mit der er gesellschaftskritische Themen (Gun Control, Polizeikorruption, psychisches Trauma) mit einer packenden Krimi-Handlung verknüpft. Wer glaubt, Nesbø nur wegen Harry Hole lesen zu müssen, wird hier eines Besseren belehrt: Er beweist hier eine stilistische Varianz, die an die düstere Intensität eines Michael Connelly oder Dennis Lehane erinnert, ohne deren Längen zu übernehmen.

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Leser, die Freude an komplexen Charakterstudien haben und Thriller suchen, die gesellschaftliche Abgründe und moralische Grauzonen wichtiger nehmen als reine "Whodunnit"-Rätsel. Wer z. B. „Der Schatten des Windes“ für seine Atmosphäre oder die Twists in "Gone Girl" mochte, wird dieses Buch lieben – vor allem, wenn Sie Nesbøs Harry-Hole-Reihe schätzen, aber etwas Frisches suchen.

  • Eher nichts für: Puristen des klassischen skandinavischen Realismus oder Leser, die eine rein logisch-stringente Auflösung ohne gesellschaftskritische oder psychologische Tiefe erwarten. Wenn Sie nur leichte Unterhaltung ohne politische Brisanz suchen, könnte die düstere Atmosphäre und die explizite Thematik frustrieren.

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Colleen Hoover: Woman Down

Colleen Hoover: Woman Down

Autorin: Colleen Hoover, US-amerikanische Schriftstellerin

Dunkler Romantic Thriller, der Themen wie Cancel Culture, digitale Hetzjagden, Schreibblockaden und die verzweifelte Suche nach echter Lebendigkeit miteinander verknüpft.

Worum geht’s?

In "Woman Down" ringt eine etablierte Autorin mit dem Verlust ihrer kreativen Stimme, nachdem öffentliche Kritik an einer Verfilmung sie in die Isolation treibt. Der Kernkonflikt dreht sich um die gefährliche Verschmelzung von Fiktion und Realität: Was passiert, wenn die Figuren, die man erfindet, plötzlich vor der Tür stehen und die eigene Geschichte umschreiben? Ein greifbares Detail ist der erste nächtliche Sturm an der abgelegenen Hütte, der nicht nur die Kulisse aufmischt, sondern auch die Protagonistin zwingt, ihre Wahrnehmung von Inspiration und Gefahr neu zu kalibrieren – ein Moment, der die beklemmende Dynamik des Buches perfekt einfängt.

Warum lesen?

Aus meiner Sicht fasziniert "Woman Down" durch seine meta-ebene Reflexion über das Schreiben selbst: Es zeigt, wie Kreativität aus Chaos entsteht, aber auch, wie sie zerstören kann. Das Buch löst das Problem der Vorhersehbarkeit in Genre-Literatur, indem es Twists nicht nur als Plot-Device nutzt, sondern als Spiegel für innere Konflikte. Mich hat es mit einem anhaltenden Unbehagen zurückgelassen – der Art, die einen die eigenen Grenzen zwischen Fantasie und Alltag hinterfragen lässt. Der konkrete Mehrwert liegt in Hoovers präziser Darstellung des Autorenlebens unter Druck: Sie vermittelt, wie virale Backlash nicht nur Karrieren, sondern Seelen zerfranst, und bietet dadurch einen frischen Blick auf die Kosten des Erfolgs.

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Leser, die eine Mischung aus psychologischer Spannung und dunkler Romantik schätzen, etwa Fans von "Verity" oder "Gone Girl", die bereit sind, in ambige Charaktere und obsessive Dynamiken einzutauchen.

  • Eher nichts für: Puristen reiner Thriller, die klare Handlungsstränge ohne romantische Untertöne erwarten, oder solche, die zu sensibel für explizite, vulgäre Szenen sind – hier dominiert die emotionale Intensität über logische Stringenz.

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Jens Henrik Jensen: Oxen - Interregnum

Jens Henrik Jensen: Oxen - Interregnum

Originaltitel: Døde sjæle synger ikke

Autor: Jens Henrik Jensen, dänischer Journalist und Krimi-Schriftsteller

"Oxen – Interregnum" ist ein reifer, düsterer Abschlussband einer großen Serie, der Verschwörungsthriller mit tiefem Charakterporträt und politischer Wachsamkeit verbindet – perfekt für Leser, die nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken angeregt werden wollen.

Worum geht’s?

In "Oxen – Interregnum" geht es um die quälende Erkenntnis, dass alte Machtstrukturen nie wirklich sterben – sie warten nur auf den richtigen Moment, um zurückzukehren. Der ehemalige Elitesoldat Niels Oxen, gezeichnet von Kriegstrauma und jahrelangen Kämpfen gegen den Geheimbund Danehof, glaubt, endlich Frieden gefunden zu haben. Doch in einem politischen Machtvakuum – dem titelgebenden Interregnum – erwacht die alte Verschwörung neu und zwingt ihn, seine Familie und seine wenigen Verbündeten erneut zu schützen.

Ein prägendes Detail ist die Szene, in der Oxen in der dichten, stillen Waldlandschaft Dänemarks steht und spürt, wie die Vergangenheit ihn wortwörtlich einholt – nicht durch laute Explosionen, sondern durch ein leises, aber unaufhaltsames Netz aus Andeutungen und alten Verbindungen, das sich enger zieht. Dieser Moment macht greifbar, worum es wirklich geht: die Unausweichlichkeit von Macht, die sich im Verborgenen regeneriert.

Warum lesen?

Als jemand, der die gesamte Oxen-Reihe von Anfang an verfolgt hat, fühlt sich „Interregnum“ wie der vielleicht reifste und politisch schärfste Band an. Das Buch löst das Problem vieler langer Serien – die Wiederholung – indem es nicht einfach alte Feinde recycelt, sondern zeigt, wie sich Machtstrukturen anpassen und in neuen Formen überleben.

Jensen schafft es, die innere Zerrissenheit von Oxen – zwischen dem Wunsch nach Rückzug und dem Instinkt, zu kämpfen – so authentisch zu zeichnen, dass man als Leser mitfühlt, wie erschöpfend es ist, nie wirklich loslassen zu können. Das Buch hinterlässt ein Gefühl tiefer Unruhe: Man fragt sich, wie viel von unserer vermeintlich transparenten Demokratie eigentlich noch von unsichtbaren Fäden gesteuert wird. Der konkrete Mehrwert liegt in der Verbindung aus harter Action und leiser, fast philosophischer Reflexion über Trauma, Loyalität und die Kosten des Widerstands – ohne je ins Belehrende abzugleiten.

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Leser, die komplexe, charaktergetriebene Spannungsliteratur mit politischem Tiefgang schätzen und die vorherigen Bände der Oxen-Reihe kennen oder zumindest die Grundkonstellation (Oxen, Franck, Mossman, Danehof) nicht scheuen. Wer "Der Schwarm" von Frank Schätzing für seine gesellschaftskritische Breite oder die Millennium-Trilogie für die Mischung aus Verschwörung und persönlichem Drama mochte, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

  • Eher nichts für: Leser, die Standalone-Thriller ohne Vorkenntnisse bevorzugen oder solche, die schnelle Action ohne längere innere Monologe und politische Exkurse suchen – das Buch nimmt sich Zeit für die Figuren und die Hintergründe, was manche als zäh empfinden könnten. Auch wer leichtere Kost oder reinrassige Action ohne emotionale Tiefe mag, könnte enttäuscht sein.

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J.D. Robb: Der kalte Glanz des Todes

J.D. Robb: Der kalte Glanz des Todes

Originaltitel: Golden in Death (Eve Dallas 50)

Autorin: J.D. Robb, US-amerikanische Schriftstellerin

"Der kalte Glanz des Todes" ist ein reifer, atmosphärisch dichter Jubiläumsband der Eve-Dallas-Reihe, der präzise Ermittlungsarbeit mit gesellschaftlicher Schärfe und warmer Charaktertiefe verbindet – ideal für langjährige Fans, die in der Serie nicht nur Spannung, sondern auch emotionale Kontinuität suchen.

Worum geht’s?

Im Zentrum steht die quälende Frage, wie sich scheinbar zufällige, grausame Morde zu einem Muster verdichten, das tiefer in die Gesellschaft reicht, als man zunächst ahnt. Lieutenant Eve Dallas stößt auf einen Fall, in dem der Tod nicht laut und spektakulär zuschlägt, sondern still und präzise – fast wie eine kalte, berechnete Botschaft, die in einem harmlos wirkenden goldenen Ei verborgen liegt.

Ein markantes Detail ist die Szene, in der Eve das erste Tatort-Objekt – ein unscheinbares, golden schimmerndes Ei – vorsichtig in den Händen hält und spürt, wie der Glanz dieses Gegenstands in scharfem Kontrast zur unsichtbaren, tödlichen Gaswolke steht, die daraus entwich. Dieser Moment fängt den Kern ein: Der Tod kommt hier nicht chaotisch, sondern mit einer eisigen, fast ästhetischen Präzision, die Eve zwingt, ihre üblichen Instinkte neu zu justieren.

Warum lesen?

Als langjähriger Beobachter der Reihe merke ich bei diesem Jubiläumsband (es ist der 50. Fall), wie sehr J.D. Robb die Formel der Serie bewusst weiterentwickelt, statt sie nur zu wiederholen. Das Buch löst das Problem der Serienermüdung, indem es den Fokus stärker auf die gesellschaftliche Resonanz der Taten legt – auf die Art, wie ein einzelner Mord Wellen in scheinbar unverbundenen Lebensbereichen auslöst.

Es hinterlässt ein Gefühl leiser Beklemmung: Man wird nicht nur mit dem "Wer hat’s getan?" konfrontiert, sondern auch mit der Frage, wie zerbrechlich das Vertrauen in Institutionen und Mitmenschen eigentlich ist. Der konkrete Mehrwert liegt in der Balance zwischen der vertrauten Eve-Roarke-Dynamik (die hier subtiler und reifer wirkt) und einem Fall, der sich wie ein Kommentar zur heutigen Welt anfühlt – ohne je belehrend zu werden. Robb schreibt mit einer Präzision, die Action und emotionale Tiefe nahtlos verbindet.

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Leser, die die Eve-Dallas-Reihe schon länger verfolgen und genau diese Mischung aus hartem Polizeiarbeit, persönlicher Beziehungsentwicklung und clever konstruierten Fällen schätzen. Wer die neueren Bände wie "Der Kuss der schwarzen Witwe" oder internationale Serien wie die von Michael Connelly (Harry Bosch) mochte, wird hier die vertraute Qualität wiederfinden – mit einem Hauch mehr emotionaler Reife.

  • Eher nichts für: Leser, die Standalone-Thriller ohne Serienhintergrund bevorzugen oder solche, die nur rasante Action ohne längere Dialoge und Beziehungsanteile suchen. Die Romantik- und Privatleben-Elemente sind nämlich integraler Bestandteil und nehmen hier bewusst Raum ein. Auch wer keine wiederkehrenden Figuren mag, könnte sich überfordert fühlen.

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Alex Finlay: Good Night, Pretty Girl

Alex Finlay: Good Night, Pretty Girl

Originaltitel: The Night Shift

Autor: Alex Finlay, US-amerikanischer Schriftsteller

Good Night, Pretty Girl ist ein vielschichtiger Thriller über die Langzeitfolgen von Gewalt und die unsichtbaren Fäden, die Überlebende von brutalen Überfällen verbinden – ein Buch, das unterhält, ohne je die Menschlichkeit seiner Figuren zu opfern, und genau deshalb bei Lesern hängen bleibt, die mehr als nur Spannung suchen.

Worum geht’s?

Im Kern geht es um die bohrende Frage, ob ein Trauma wirklich je abgeschlossen ist – oder ob es nur schläft, bis ein neuer Auslöser es weckt und alte Wunden mit frischem Blut wieder öffnet. In einer kleinen Stadt verbindet ein identischer, flüsternder Abschiedsgruß zwei brutale Überfälle, die 15 Jahre auseinanderliegen: Beide Male überleben nur einzelne junge Frauen, beide Male endet der Angriff mit den Worten "Good night, pretty girl".

Ein Schlüsselmoment, der die Beklemmung greifbar macht: Die Überlebende von damals, inzwischen Therapeutin, sitzt im Krankenhaus neben der neuen Überlebenden – zwei Frauen, die sich nie begegnet sein sollten, starren sich an und erkennen im Schweigen des anderen dieselbe unaussprechliche Narbe. Dieser stille, wortlose Austausch sagt mehr über die Last des Überlebens als jede laute Enthüllung.

Warum lesen?

Aus meiner Sicht als jemand, der Finlays Bücher seit langem verfolgt, ist "Good Night, Pretty Girl" (deutsche Ausgabe des Stoffs, der im Original The Night Shift heißt, aber hier als eigenständiger Titel präsentiert wird) der Roman, in dem er am geschicktesten das Persönliche mit dem Gesellschaftlichen verwebt. Das Buch löst das Problem vieler Serienkiller-Geschichten – die Distanz zum Opfer – indem es den Fokus auf die langfristigen psychischen Narben legt: Wie lebt man weiter, wenn man "die Eine" ist, die übrig blieb?

Es hinterlässt ein Gefühl anhaltender Unruhe, nicht durch Gore, sondern durch die Erkenntnis, dass Trauma ansteckend wirken kann – es springt von Person zu Person, von Generation zu Generation. Der konkrete Mehrwert liegt in Finlays Fähigkeit, multiple Perspektiven (Überlebende, Ermittler, Verteidiger) so zu schichten, dass man ständig die eigene moralische Position neu überdenken muss. Kein reiner Plot-Twist-Thriller, sondern einer, der die Figuren atmen lässt und den Leser mit echten Menschen konfrontiert.

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Leser, die Charakter-getriebene Thriller mit emotionaler Tiefe und cleveren Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart schätzen. Wer The Night Shift (Original) oder Every Last Fear mochte, findet hier denselben Mix aus hoher Spannung und menschlicher Verletzlichkeit – oder Fans von Lisa Jewell und Riley Sager, die mehr Psychologie als reine Action wollen.

  • Eher nichts für: Leser, die Geschichten ohne Rückblenden und parallele Zeitebenen bevorzugen, oder solche, die explizite Gewaltbeschreibungen (Messerangriffe, Massaker-Szenarien) meiden möchten – die Tatorte sind detailliert, und die Themen Trauma und Gewalt gegen junge Frauen werden ernst genommen, nicht sensationalisiert. Auch wer nur leichte Unterhaltung sucht, könnte die emotionale Schwere als zu bedrückend empfinden.

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Steve Cavanagh: Kill for Me

Steve Cavanagh: Kill for Me

Originaltitel: Kill for Me, Kill for You

Autor: Steve Cavanagh, irischer Rechtsanwalt und Schriftsteller

"Kill for Me" ist ein scharfsinniger, Hitchcock-inspirierter Psychothriller über die tödliche Verlockung perfekter Rache, der durch clevere Perspektivwechsel und echte moralische Grauzonen glänzt.

Worum geht’s?

Im Kern dreht sich alles um die verführerische Illusion, dass perfekte Rache möglich ist – wenn man nur den richtigen Deal eingeht. Zwei Frauen, die durch unfassbaren Verlust gebrochen sind, treffen sich zufällig und entdecken, dass sie beide einen Menschen töten wollen, der ihr Leben zerstört hat. Statt selbst Hand anzulegen, schmieden sie einen Pakt: Du tötest meinen Feind, ich töte deinen – mit perfekten Alibis und null Verbindung zueinander.

Ein Moment, der die ganze zerbrechliche Konstruktion einfängt: Eine der Frauen sitzt allein in ihrer Wohnung, starrt auf ihr Handy und wartet auf die eine Nachricht – die Bestätigung, dass der Deal eingehalten wurde –, während die Stille im Raum lauter wird als jeder Schrei. Dieser stille, quälende Wartemoment macht spürbar, wie dünn die Linie zwischen Kontrolle und totalem Kontrollverlust ist, sobald man das eigene Schicksal in fremde Hände legt.

Warum lesen?

Als Leser, der Cavanaghs Eddie-Flynn-Serie liebt und seine Standalones mit Spannung erwartet, ist "Kill for Me" für mich der Roman, in dem er am konsequentesten den Hitchcock’schen Geist (Strangers on a Train) modernisiert, ohne je in die Falle der bloßen Nachahmung zu tappen. Das Buch löst das Problem vieler Rache-Thriller – die moralische Eindeutigkeit – indem es zeigt, wie schnell die Grenzen zwischen Opfer, Täter und Manipulator verschwimmen können.

Es hinterlässt ein Gefühl gemischter Erleichterung und Unbehagen: Man ist fasziniert von der Intelligenz der Figuren, aber gleichzeitig beunruhigt darüber, wie leicht man selbst in so eine Spirale geraten könnte. Der konkrete Mehrwert liegt in Cavanaghs Fähigkeit, multiple Perspektiven (inklusive einer dritten, scheinbar unverbundenen Erzählerin) so zu verweben, dass der Leser ständig gezwungen ist, seine Annahmen zu revidieren – ohne dass es gimmickhaft wirkt. Der Schreibstil ist knapp, dialogstark und psychologisch scharf, was den Roman trotz der hohen Twists nie überladen wirken lässt.

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Leser, die intelligente, character-driven Psychothriller mit moralischen Grauzonen und mehreren Wendungen schätzen. Wer "Strangers on a Train" (Hitchcock/Patricia Highsmith) mochte, aber eine moderne, weiblich dominierte Variante sucht, oder Fans von Gillian Flynn (Gone Girl) und Alex Michaelides (The Silent Patient), die Wert auf clevere Struktur und emotionale Tiefe legen, wird hier genau richtig sein.

  • Eher nichts für: Leser, die reine Action-Thriller ohne längere innere Monologe und Perspektivwechsel wollen, oder solche, die sensible Themen wie Kinderverlust, Rachefantasien und Gewalt gegen Frauen meiden – das Buch nimmt diese Themen ernst und beschönigt nichts. Auch wer Romane ohne jede Grauzone oder moralische Ambiguität bevorzugt, könnte frustriert sein.

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Marc Elsberg: EDEN - Wenn das Sterben beginnt

Marc Elsberg: EDEN - Wenn das Sterben beginnt

Autor: Marc Elsberg, österreichischer Schriftsteller

Thriller über einen drohenden globalen Öko-Kollaps, während drei Menschen gegen mächtige Gegner kämpfen, die die Katastrophe vertuschen wollen.

Worum geht’s?

Überall auf der Erde geschehen beunruhigende Vorfälle: Ein riesiger Tintenfisch greift in der Karibik einen Walhai an, in der Adria treiben massenhaft tote Fische an die Oberfläche, im Amazonasgebiet vertrocknet der Regenwald in rasender Geschwindigkeit. Zunächst wirken diese Ereignisse wie isolierte Naturkatastrophen.

Doch der IT-Spezialist Piero Manzano stößt mit einer hochentwickelten künstlichen Intelligenz auf ein erschreckendes Muster: Die Ökosysteme der Welt stehen kurz vor einem Domino-Effekt, der in wenigen Monaten zu einer katastrophalen globalen Krise führen könnte.

Gemeinsam mit dem einflussreichen Online-Aktivisten Linus Strand und der engagierten Meeresforscherin Sarah Keller versucht Manzano, die Öffentlichkeit zu alarmieren. Damit machen sie sich jedoch mächtige Interessengruppen zu Feinden, die mit allen Mitteln verhindern wollen, dass die Wahrheit ans Licht kommt – während die ersten Anzeichen des großen Sterbens bereits unübersehbar werden.

Warum interessant?

Marc Elsberg zählt seit Jahren zu den bekanntesten Thriller-Autoren im deutschsprachigen Raum, und seine bisherigen Erfolge zeigen eindrucksvoll, warum auch "EDEN – Wenn das Sterben beginnt" zu den vielversprechendsten Thrillern des Jahres 2026 gehört. Mit Bestsellern wie "Blackout", einem international gefeierten Thriller über den Zusammenbruch der Stromnetze, dem datenpolitischen Spannungsroman "Zero" und dem biotechnologischen Zukunftsszenario "Helix" hat Elsberg mehrfach bewiesen, dass er brisante Themen packend, intelligent und hochspannend erzählen kann. Gerade weil seine Geschichten stets nah an aktuellen wissenschaftlichen Entwicklungen liegen, könnte auch sein neuer Thriller meiner Ansicht nach wieder ein großes Publikum fesseln.

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Sachbuch-Highlights: Wissen & Zeitgeschehen 2026

In einer komplexen Welt sind Sachbücher Kompasse – wenn sie fundiert und verständlich sind. Diese Liste ist mein dynamischer Guide zu den wichtigsten Sachbuch-Veröffentlichungen 2026. Ich filtere für Sie die Highlights aus den Bereichen Zeitgeschehen, Wissenschaft und Gesellschaft heraus. Dabei geht es mir nicht um den kurzfristigen Hype, sondern um Erkenntnisgewinn. Ich füge im Jahresverlauf nur jene Titel hinzu, die komplexe Themen meisterhaft aufbereiten, damit Sie immer wissen, welche Lektüre Ihren Horizont dieses Jahr wirklich erweitert.

Holger Stark: Das erwachsene Land - Deutschland ohne Amerika

Holger Stark: Das erwachsene Land - Deutschland ohne Amerika – eine historische Chance

Autor: Holger Stark, stellvertretender Chefredakteur der ZEIT

"Das erwachsene Land" ist eine klare, auf Insider-Gesprächen basierende Analyse des Endes der transatlantischen Abhängigkeit – ein Buch, das Deutschland den Abschied von alten Gewissheiten als Chance zur echten Souveränität zeigt und genau die Leser anspricht, die in Zeiten der Unsicherheit nach Orientierung ohne Panik suchen.

Worum geht’s?

Das Buch dreht sich um die zentrale, unbequeme Frage: Was bleibt von Deutschland übrig, wenn die jahrzehntelange Gewissheit "Ohne Amerika keine Sicherheit" endgültig bröckelt? Stark sieht in Trumps Politik keinen vorübergehenden Rückschlag, sondern den irreversiblen Abschluss einer Epoche – den Moment, in dem Deutschland gezwungen ist, aus der transatlantischen Abhängigkeit herauszuwachsen und echte Souveränität zu erlangen.

Ein eindringliches Detail, das hängen bleibt: Stark schildert, wie ein hochrangiger deutscher Politiker in einem vertraulichen Gespräch in Washington die plötzliche Erkenntnis beschreibt, dass die US-Truppen in Deutschland längst nicht mehr primär zum Schutz vor Russland stationiert sind, sondern geopolitischen Interessen dienen, die mit europäischen Zielen kollidieren können. Dieser stille, fast banale Moment in einem Konferenzraum markiert den Bruch: Das Ende der kindlichen Annahme, Amerika sei immer der verlässliche große Bruder.

Warum lesen?

Als jemand, der seit Jahren transatlantische Entwicklungen verfolgt, schätze ich an diesem Buch die nüchterne, fast schon therapeutische Klarheit: Stark zerlegt die emotionale Bindung an die USA – von Levi’s-Jeans über Hollywood bis zur NATO – nicht als Verrat, sondern als notwendigen Reifungsprozess. Es löst das Problem der diffusen Orientierungslosigkeit, indem es die Abhängigkeit der letzten 25 Jahre historisch einordnet und konkrete Fehler benennt, ohne in Schuldzuweisung zu verfallen.

Beim Lesen entsteht bei mir ein Gefühl von klarsichtiger Ernüchterung, gepaart mit einer Art vorsichtiger Hoffnung: Es ist kein Panikmache-Buch, sondern eines, das den Verlust eines Weltbilds als Chance darstellt. Der konkrete Mehrwert liegt in Starks journalistischer Präzision – er baut auf Gesprächen mit Schlüsselfiguren aus Berlin, Brüssel und Washington auf und schreibt dabei so anschaulich und schnörkellos, dass geopolitische Komplexität plötzlich greifbar wird. Es ist kein zynisches Abrechnen, sondern ein Aufruf zur Verantwortung.

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Politisch interessierte Leser, die über den Tag hinausdenken und eine fundierte Einordnung der aktuellen transatlantischen Krise suchen – jenseits von Schlagzeilen und Parteirhetorik. Wer Bücher wie "Die Welt von gestern" von Stefan Zweig (für die sensible Beobachtung historischer Epochenwechsel) oder aktuelle Analysen von Robin Alexander oder Ingo Zamperoni schätzt, wird hier eine ähnlich kluge, differenzierte Perspektive finden.

  • Eher nichts für: Leser, die schnelle, einfache Lösungen oder eine reine Abrechnung mit Trump/Amerika erwarten – Stark bleibt bewusst ambivalent und fordert vom Leser, Grautöne auszuhalten. Auch wer rein emotionale oder populistische Narrative sucht, könnte das Buch als zu nüchtern und faktenbasiert empfinden.

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Gustav Seibt: Ein Sommer mit Goethe

Gustav Seibt: Ein Sommer mit Goethe

Autor: Gustav Seibt, deutscher Literaturkritiker, Essayist und Historiker

"Ein Sommer mit Goethe" ist eine frische, in 50 kurzen Kapiteln verdichtete Einladung in Goethes Denkwelt – klug, menschlich und zugänglich, perfekt für alle, die den Klassiker ohne Ballast neu entdecken oder einfach nur kluge Gedanken für den Alltag mitnehmen wollen.

Worum geht’s?

Das Buch ist keine lineare Biografie oder Werkübersicht, sondern eine lockere, aber präzise Erkundung von Goethes innerem Kosmos – ein Versuch, den Dichter als lebendigen Denker und Menschen wieder zugänglich zu machen, fernab von Denkmalstaub und Schulzwang. In 50 kurzen, eigenständigen Kapiteln nähert sich Seibt Goethes Haltung zu zentralen Lebensthemen: Liebe, Freiheit, Natur, Arbeit, Alter, Politik – immer mit direkten, oft überraschend modern wirkenden Zitaten als Ausgangspunkt.

Ein besonders einprägsames Detail: In einem Kapitel über Goethes Umgang mit Kürze und Prägnanz zitiert Seibt den Dichter mit dem lakonischen Satz "In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister" – und zeigt dann anhand von Goethes Alltag, wie dieser Grundsatz nicht nur poetisch, sondern auch existenziell war: Der Mann, der Tausende Briefe schrieb und unermüdlich arbeitete, wusste genau, wann Schweigen oder Weglassen stärker wirkt als jedes weitere Wort. Dieser Moment macht greifbar, worum es geht: Goethe nicht als übermenschliches Genie, sondern als jemand, der uns in alltäglichen Lebensfragen noch immer etwas zu sagen hat.

Warum lesen?

Als jemand, der Goethe immer mal wieder liest, aber oft an der schieren Menge und dem Pathos scheitert, hat mich dieses Buch besonders berührt: Es löst das Problem der Zugangsbarriere, indem es Goethe in kleine, verdauliche Portionen zerlegt – ohne je zu vereinfachen. Seibt schreibt mit leichter Hand, aber großer Belesenheit: Jedes Kapitel ist wie ein kurzer, kluger Spaziergang durch Goethes Kopf, der den Leser nie überfordert, sondern einlädt.

Beim Lesen entsteht bei mir ein Gefühl von stiller Freude und Wiedererkennen: Plötzlich wirken Goethes Gedanken nicht mehr wie Relikte aus einer fernen Epoche, sondern wie kluge Begleiter für heutige Fragen – von der Balance zwischen Leidenschaft und Disziplin bis hin zum Altern ohne Bitterkeit. Der konkrete Mehrwert liegt in Seibts Ton: empathisch, witzig, nie belehrend. Er zeigt Goethe als jemanden, der Fehler machte, zweifelte und trotzdem weiterging – und macht dadurch den Klassiker wieder menschlich nahbar.

Für wen geeignet

  • Ideal für: Leser, die Goethe schon immer mal "richtig" kennenlernen wollten, ohne sich durch die Gesamtausgabe zu quälen – oder solche, die den Dichter aus der Schulzeit nur als Pflichtlektüre kennen und nun neugierig geworden sind. Wer Bücher wie "Goethe - Kunstwerk des Lebens" von meinem Lieblings-Biografen Rüdiger Safranski (für die biografische Tiefe) oder "Wie man ein Buch liest" von Pierre Bayard (für den spielerischen Zugang zu Klassikern) mochte, wird hier eine ähnlich intelligente, aber leichtere Annäherung finden.

  • Eher nichts für: Leser, die eine systematische Biografie oder tiefgehende Werkinterpretation suchen – das Buch ist bewusst episodisch und essayistisch. Auch wer trockene, akademische Analysen bevorzugt oder Goethe als reinen Philosophen ohne persönliche Dimension sehen möchte, könnte die lockere, fast plaudernde Art als zu subjektiv empfinden.

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Uwe Neumahr: Die Buchhandlung der Exilanten - Paris 1940

Uwe Neumahr: Die Buchhandlung der Exilanten - Paris 1940

Autor: Uwe Neumahr, deutscher Literaturwissenschaftler und Schriftsteller

"Die Buchhandlung der Exilanten" ist eine bewegende, quellennahe Rekonstruktion von Literatur als Zuflucht und leisem Widerstand im besetzten Paris – ein Buch, das Adrienne Monnier und Sylvia Beach als mutige, verletzliche Heldinnen zeigt und Leser anspricht, die Geschichte durch die Brille von Büchern und menschlichen Beziehungen verstehen wollen.

Worum geht’s?

Das Buch erzählt die Geschichte zweier Frauen – Adrienne Monnier und Sylvia Beach –, deren Buchhandlungen in Paris ("La Maison des Amis des Livres" und "Shakespeare and Company") in den 1920er-Jahren zu Treffpunkten der literarischen Avantgarde wurden, und wie diese Orte unter der deutschen Besatzung ab 1940 zu fragilen Inseln des Widerstands, der Zuflucht und der stillen Subversion gerieten. Der Kernkonflikt liegt in der Spannung zwischen kultureller Freiheit und totalitärer Kontrolle: Wie lange kann Literatur als Akt des Widerstands überleben, wenn Bücher verboten, Menschen deportiert und Freundschaften zerbrechen?

Ein eindringliches Detail, das den Ton des Buches einfängt: Im Herbst 1942, als die Gestapo bereits misstrauisch wird, organisiert Adrienne Monnier in ihrer Buchhandlung eine heimliche Lesung eines subversiven "Faust"-Textes – ein Moment, in dem die bloße Geste des Vorlesens zu einem riskanten Statement wird, während draußen die Besatzer die Straßen kontrollieren. Dieser stille, aber mutige Akt macht greifbar, worum es wirklich geht: Bücher als letzte Bastion gegen die Zerstörung des Geistes.

Warum lesen?

Als jemand, der sich mit der Literatur der Zwischenkriegszeit und des Exils auseinandergesetzt hat, finde ich Neumahrs Ansatz erfrischend: Er erzählt nicht nur die glamouröse "Lost Generation"-Ära, sondern legt den Fokus auf die weniger bekannte Phase der Besatzung und zeigt, wie die beiden Frauen – ein lesbisches Paar – inmitten von Verrat, Hunger und Deportationen weitermachten. Das Buch löst das Problem der Romantisierung der 1920er-Jahre, indem es den Kontrast zur harten Realität der 1940er-Jahre zeichnet: Freundschaften mit Walter Benjamin, Siegfried Kracauer oder Gertrude Stein werden plötzlich existentiell bedroht.

Beim Lesen entsteht bei mir ein Gefühl von bedrückender Nähe zur Geschichte – man spürt die Enge, die Angst, aber auch die unerschütterliche Kraft von Literatur als Lebensmittel. Der konkrete Mehrwert liegt in Neumahrs akribischer Quellenarbeit (Archivstudien, Briefe, Tagebücher) kombiniert mit einem klaren, empathischen Erzählstil: Er macht die Protagonistinnen greifbar menschlich, ohne Pathos, und zeigt, wie Widerstand oft in kleinen, unspektakulären Gesten besteht.

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Leser, die an der Schnittstelle von Literaturgeschichte, Exil und NS-Besatzung interessiert sind und eine nuancierte, quellenbasierte Erzählung schätzen. Wer Bücher wie "Shakespeare and Company" von Sylvia Beach selbst, "Das Café der verlorenen Schriftsteller" von Jeremy Mercer oder Sachbücher zu Walter Benjamin (z. B. von Howard Eiland) mochte, wird hier eine ergänzende, fokussierte Perspektive finden – vor allem, wenn man die weniger bekannten Jahre der Besatzung kennenlernen möchte.

  • Eher nichts für: Leser, die reine Belletristik oder dramatische Thriller-Elemente erwarten – das Buch ist Sachbuch, ruhig und detailreich erzählt. Auch wer schnelle Lektüre oder eine ausschließliche Fokus auf die glamourösen 1920er-Jahre sucht, könnte die ernste, bedrückende Besatzungszeit als zu schwer empfinden.

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Christian Goeschel und Daniel Hedinger: München 38 - Die Welt am Scheideweg

Christian Goeschel und Daniel Hedinger: München 38 - Die Welt am Scheideweg

Autoren: Christian Goeschel, britisch-deutscher Historiker / Daniel Hedinger, Schweizer Historiker

"München 38 – Die Welt am Scheideweg" ist eine dichte, quellennahe Rekonstruktion der dramatischen Konferenztage 1938, die Appeasement als riskante Fehlentscheidung mit bleibender Relevanz zeigt – ein kluges, warnendes Buch für alle, die aus der Geschichte lernen wollen, wie Diplomatie unter Druck scheitern kann.

Worum geht’s?

Das Buch konzentriert sich auf die dramatischen drei Tage Ende September 1938, in denen die Münchner Konferenz die Welt an den Rand eines Krieges brachte – und ihn vermeintlich abwandte. Die zentrale These: Das Münchner Abkommen war nicht nur ein klassischer Fall von Appeasement, sondern ein Moment, in dem die Großmächte die Aggression eines Diktators belohnten, was langfristig die Dynamik des Zweiten Weltkriegs prägte und uns heute in Zeiten neuer geopolitischer Erpressungen erschreckend aktuell erscheinen lässt.

Ein greifbares Detail, das die Beklemmung des Buches einfängt: Die Autoren beschreiben die nächtliche Szene im Führerbau, als Chamberlain und Daladier stundenlang warten mussten, während Hitler mit Mussolini konferierte – ein Moment der totalen Demütigung der Westmächte, der symbolisch zeigt, wie Verhandlungen unter Drohung in Kapitulation umschlagen können. Dieser stille, quälende Warteraum macht spürbar, worum es wirklich geht: Die Zerbrechlichkeit des Friedens, wenn man Aggressoren mit Zugeständnissen zu besänftigen versucht.

Warum lesen?

Als "Doku-Junkie", der sich viel mit der (Vor-)Geschichte des Zweiten Weltkriegs beschäftigt hat, schätze ich an diesem Buch die dichte, fast thrillerartige Erzählung der drei Tage, ohne je in Sensationalismus abzugleiten. Es löst das Problem der distanzierten Geschichtsschreibung, indem es die Akteure – Chamberlain, Daladier, Hitler, Mussolini, Beneš – als unter Druck stehende, fehlbare Menschen zeichnet, deren Entscheidungen in Echtzeit fallen.

Beim Lesen entsteht bei mir ein Gefühl von bedrückender Aktualität und leiser Warnung: Man erkennt Parallelen zu heutigen Konflikten, wo Verhandlungen mit Autokraten oft ähnlich scheitern. Der konkrete Mehrwert liegt in der präzisen, quellenbasierten Rekonstruktion (Tagebücher, Protokolle, Briefe), kombiniert mit einem klaren, flüssigen Stil, der komplexe Diplomatie lesbar macht. Die Autoren vermeiden einfache Schuldzuweisungen und laden stattdessen dazu ein, die Mechanismen von Appeasement und Machtpolitik neu zu verstehen.

Für wen geeignet?

  • Ideal für: Historisch interessierte Leser, die eine fokussierte, erzählerisch dichte Analyse eines Schlüsselmoments der 1930er-Jahre suchen – jenseits von breiten Überblicken. Wer Bücher wie "Adolf Hitler: Die Jahre des Aufstiegs 1889–1939" von Volker Ullrich (für die nuancierte Darstellung der NS-Führung) oder "Chamberlain and Appeasement: British Policy and the Coming of the Second World War" von R.A.C. Parker mochte, wird hier eine moderne, internationale Perspektive auf die Münchner Konferenz finden, die auch geopolitische Gegenwartsfragen berührt.

  • Eher nichts für: Leser, die eine umfassende Gesamtdarstellung des NS-Regimes oder des gesamten Kriegsausbruchs erwarten – das Buch zoomt bewusst eng auf die drei Tage und ihre unmittelbaren Folgen. Auch wer trockene, rein akademische Abhandlungen ohne narrative Elemente bevorzugt, könnte den erzählerischen Ansatz als zu "leserfreundlich" empfinden.

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Volker Reinhardt: Rousseau

Volker Reinhardt: Rousseau

Autor: Volker Reinhardt, deutscher Historiker

Ein lebendiges Porträt von Rousseau, seinem Leben, Werk und Einfluss auf Literatur, Pädagogik und politische Theorie.

Worum geht’s?

Volker Reinhardt zeichnet ein lebendiges Porträt von Jean-Jacques Rousseau und beleuchtet ihn als einen Philosophen, der beständig nach einem ursprünglichen, unverfälschten Naturzustand suchte, ohne Illusionen über eine Rückkehr dorthin zu hegen. Ausgehend von Rousseaus Kindheit in Genf und seiner frühen Abhängigkeit von Förderern wie Madame de Warens, verfolgt das Buch sein vielseitiges Leben als Musiker, Lehrer, Schriftsteller und Denker. Reinhardt untersucht, wie Rousseau mit Ruhm, Kritik und inneren Widersprüchen umging: vom Sensationserfolg seines Romans "Julie" über die politische Wirkung seines "Gesellschaftsvertrags" bis hin zur Kontroverse um seinen Erziehungsroman „Emile“. Dabei wirft der Autor Fragen zu Rousseaus Leben und Entscheidungen auf – etwa seine strittige Haltung gegenüber eigenen Kindern – und zeigt, wie der Philosoph zwischen modernen Ideen, persönlicher Paranoia und gesellschaftlicher Konvention balancierte. Das Buch macht deutlich, wie Rousseaus Denken bis heute Literatur, Pädagogik und politische Theorie beeinflusst und lädt dazu ein, ihn neu und differenziert zu betrachten.

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Meine Watchlist: Ausblick auf die kommenden Buch-Neuheiten

Die Vorfreude ist die schönste Lesefreude. Auf meiner exklusiven Watchlist für 2026 werfen wir gemeinsam einen Blick in die Zukunft des Buchmarktes. Basierend auf Verlagsvorschauen und ersten Branchenstimmen liste ich hier die vielversprechendsten Titel auf, die in den kommenden Monaten erscheinen werden. Sobald ein Buch veröffentlicht wurde und meinen Qualitätscheck besteht, wandert es in die entsprechenden Bestenlisten. Nutzen Sie diese Watchlist als Ihren persönlichen Planer, um kein wichtiges Release zu verpassen und schon heute zu wissen, worüber morgen alle sprechen werden.

Marc-Uwe Kling: Die Känguru-Rebellion | Roman, 12.03.2026

Marc-Uwe Kling: Die Känguru-Rebellion

Autor: Marc-Uwe Kling, deutscher Schriftsteller, Kleinkünstler, Regisseur und Liedermacher

Humorvolle Erzählung von einem Känguru und seinem Mitbewohner, die sich mit satirischem Witz gegen die Absurditäten der Welt auflehnen.

Worum geht’s?

In "Die Känguru-Rebellion" geht es um die chaotischen und witzigen Abenteuer des Kängurus und seines Mitbewohners, des Kleinkünstlers. Frustriert von den Zuständen in der Welt, startet das Känguru eine Rebellion – voller politischer Satire, aktueller Themen und scharfsinniger Kommentare. Gemeinsam stellen sich die beiden gegen die Absurditäten des Alltags und liefern dabei jede Menge Humor und unerwartete Einsichten.

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Siri Hustvedt: Ghost Stories | Roman, 13.03.2026

Siri Hustvedt: Ghost Stories - Ein Buch der Erinnerung

Autorin: Siri Hustvedt, US-amerikanische Schriftstellerin

Bewegende Erzählung von Liebe, Verlust und den bleibenden Spuren eines verstorbenen Partners.

Worum geht’s?

In "Ghost Stories" erinnert sich Siri Hustvedt an ihren verstorbenen Ehemann Paul Auster und die gemeinsame Lebensgeschichte von 43 Jahren. Das Buch verbindet persönliche Trauer mit Reflexionen über Erinnerung, Liebe und Verlust: Hustvedt erzählt von alltäglichen Spuren seines Geistes, von wiederentdeckten Briefen und Büchern und von der intensiven Präsenz, die Paul in ihrem Leben weiterhin ausübt. Ergänzt werden ihre Erinnerungen durch Briefe von Paul an ihren Enkel, die Einblicke in seine Gedanken kurz vor seinem Tod geben. Das Werk ist eine berührende Meditation über Partnerschaft, Familie und das Fortleben geliebter Menschen in Erinnerung und Schrift.

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Annika Strauss und Sebastian Fitzek: REM | Thriller, 19.03.2026

Annika Strauss und Sebastian Fitzek: REM

Autoren: Annika Strauss, deutsche Filmschauspielerin und Schriftstellerin / Sebastian Fitzek, deutscher Schriftsteller, Journalist und Moderator

Psychologischer Horror-Thriller über ein traumatisiertes Mädchen, ein tödliches Familiengeheimnis und die Angst vor dem Schlafen.

Worum geht’s?

In "REM" wird Alysee schon als kleines Kind mit einem traumatischen Verlust konfrontiert: Sie muss den mit ihrem Einschlafen verknüpften Mord an ihrem Vater miterleben und wächst als Vollwaise mit ständiger Angst vor dem Schlafen auf. Jahre später stößt sie auf ein geheimnisvolles Erbe ihres Vaters, das Hinweise auf die Umstände seines Todes geben könnte – doch damit entfaltet sich ein tödlicher Albtraum, der sie erneut in Gefahr bringt. Der Thriller verbindet psychologischen Horror mit nervenaufreibender Spannung, während Alysee versucht, den dunklen Geheimnissen ihrer Vergangenheit auf die Spur zu kommen.

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Joseph J. Ellis: 1776 - Der Sommer der Revolution | Sachbuch, 20.03.2026

Joseph J. Ellis: 1776 - Der Sommer der Revolution

Originaltitel: Revolutionary Summer

Autor: Joseph J. Ellis, US-amerikanischer Historiker

Erzählung über den Sommer 1776, als die amerikanischen Kolonien ihre Unabhängigkeit erklärten und die Grundlagen der USA gelegt wurden.

Worum geht’s?

Joseph J. Ellis erzählt die entscheidenden Monate des Sommers 1776, in denen die nordamerikanischen Kolonien den Grundstein für die Unabhängigkeit von Großbritannien legten und die amerikanische Nation entstand. In dieser Zeit wurden nicht nur die Unabhängigkeit erklärt und erste Ideen für die neue Republik formuliert, sondern auch die Herausforderungen sichtbar, die die junge Demokratie künftig prägen sollten. Parallel dazu landete die größte britische Flotte, die je den Atlantik überquerte, in New York, um die Revolution zu unterdrücken – ein beinahe erfolgreiches Unterfangen. Ellis schildert die Geschehnisse sowohl politisch als auch militärisch und liefert lebendige Porträts der Schlüsselfiguren wie George Washington, John Adams, Thomas Jefferson und Benjamin Franklin.

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Andreas Fulda: Wenn China angreift - Ein Szenario | Sachbuch, 20.03.2026

Andreas Fulda: Wenn China angreift - Ein Szenario

Autor: Andreas Fulda, deutscher Politikwissenschaftler

Realistisches Zukunftsszenario eines chinesischen Angriffs auf Taiwan mit Analyse globaler politischer und wirtschaftlicher Folgen sowie möglicher Wege zur Eskalationsvermeidung.

Worum geht’s?

Andreas Fulda entwirft ein politisches Zukunftsbild, in dem eine militärische Eskalation zwischen China und Taiwan durch einen scheinbar begrenzten Zwischenfall ausgelöst wird und sich rasch zu einem internationalen Großkonflikt ausweitet. Ausgangspunkt ist ein Zusammenbruch der Stabilität in Ostasien, der die bestehenden Machtverhältnisse ins Wanken bringt und die USA unter schwierigen innenpolitischen Bedingungen zum Eingreifen zwingt.

Das Buch beschreibt, wie China seine strategischen Ziele entschlossen durchsetzt und dabei Unterstützung von autoritär regierten Staaten erhält, während die westlichen Demokratien zu spät und zu uneinig reagieren. Die Folgen reichen weit über den militärischen Bereich hinaus: Weltwirtschaft, Lieferketten und politische Bündnisse geraten unter massiven Druck, Europa rutscht in eine schwere Krise, und Deutschland erweist sich aufgrund seiner wirtschaftlichen Abhängigkeiten als besonders verwundbar.

Fulda bleibt jedoch nicht bei der düsteren Prognose stehen, sondern nutzt das Szenario als analytisches Instrument. Er legt dar, welche politischen Fehlentwicklungen zu einer solchen Eskalation führen könnten, und formuliert konkrete Ansatzpunkte, wie durch rechtzeitige Diplomatie, strategische Vorsorge und internationale Kooperation ein derartiger Konflikt noch verhindert werden kann.

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Paul Ingendaay: Entscheidung in Spanien | Sachbuch, 20.03.2026

Paul Ingendaay: Entscheidung in Spanien - Der große Kampf der Literatur 1936-1939

Paul Ingendaay: Entscheidung in Spanien - Der große Kampf der Literatur 1936-1939 (20.03.)

Autor: Paul Ingendaay, deutscher Schriftsteller, Journalist, Literaturkritiker und -wissenschaftler

Darstellung des Spanischen Bürgerkrieges als frühes Schlachtfeld der Ideologien des 20. Jahrhunderts, in dem Schriftsteller und Intellektuelle aus aller Welt zu politischen Akteuren wurden.

Worum geht’s?

Paul Ingendaay schildert den Spanischen Bürgerkrieg als einen historischen Moment, in dem sich Politik, Ideale und Literatur auf dramatische Weise überkreuzten. Ausgehend vom Militärputsch Francos im Sommer 1936 zeigt er, wie der Konflikt weit über Spanien hinauswirkte und Menschen aus ganz Europa und den USA in seinen Bann zog. Der Kampf um die spanische Republik wurde für viele zu einer persönlichen Bewährungsprobe – moralisch, politisch und existenziell.

Im Zentrum stehen Schriftsteller, Journalisten und Intellektuelle, die nicht nur Beobachter bleiben wollten, sondern sich aktiv einmischten. Figuren wie George Orwell, Ernest Hemingway, Martha Gellhorn, André Malraux, Arthur Koestler, Willy Brandt oder Simone Weil tauchen als Zeitzeugen und Beteiligte auf, deren Entscheidungen oft von Hoffnung, Irrtum oder Zufall geprägt waren. Ingendaay verbindet politische Ereignisse, diplomatische Manöver und militärische Interventionen – etwa die frühe Unterstützung Francos durch Hitler-Deutschland – mit eindrücklichen Szenen aus dem Alltag eines Landes im Ausnahmezustand.

So entsteht das Panorama einer Epoche, in der sich die ideologischen Bruchlinien des 20. Jahrhunderts erstmals scharf abzeichneten. Der Spanische Bürgerkrieg erscheint als Vorbote des Zweiten Weltkriegs und als Moment, in dem sich zeigte, wie eng Literatur, persönliche Haltung und historische Verantwortung miteinander verwoben sein können.

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Jill Lepore: We the People | Sachbuch, 02.04.2026

Jill Lepore: We the People - Eine Geschichte der amerikanischen Verfassung

Originaltitel: We the People - A History of the US Constitution

Autorin: Jill Lepore, US-amerikanische Historikerin, Essayistin und Hochschullehrerin

Erzählung über die Geschichte der USA anhand der amerikanischen Verfassung und ihrer Wirkung auf Gesellschaft und Politik.

Worum geht’s?

Jill Lepore erzählt in ihrem Buch die Geschichte der Vereinigten Staaten durch die Linse ihrer Verfassung. Sie zeigt, wie eng gesellschaftliche Entwicklungen, politische Konflikte und gerichtliche Entscheidungen miteinander verbunden sind. Ob Rassentrennung, Frauenrechte oder Abtreibungsfragen – viele Auseinandersetzungen landen früher oder später vor dem Supreme Court, der darüber entscheidet, wie die Verfassung ausgelegt werden soll. Lepore beleuchtet dabei sowohl die strengen "Originalisten", die das Dokument als unveränderlich betrachten, als auch jene, die seine Anpassung an die moderne Zeit befürworten. Ihr Buch erklärt anschaulich, warum die amerikanische Verfassung trotz zahlreicher Änderungsvorschläge über Jahrhunderte weitgehend unverändert blieb und welche Bedeutung sie für die Entwicklung der US-Gesellschaft hat. Mit klarem historischen Blick und erzählerischem Geschick verbindet Lepore komplexe juristische und gesellschaftliche Zusammenhänge zu einem fesselnden Überblick über das Fundament der amerikanischen Demokratie.

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Matthias Uhl: Wie stark ist Russland wirklich? | Sachbuch, 20.04.2026

Matthias Uhl: Wie stark ist Russland wirklich? - Die Wahrheit über Putins Militärmacht

Autor: Matthias Uhl, deutscher Historiker

Russland-Experte analysiert die reale Stärke und die Schwächen von Russlands Militär, um die Bedrohung durch Putins Armee einzuordnen.

Worum geht’s?

In seinem Buch analysiert Matthias Uhl, einer der profiliertesten Experten für das russische Militär, die tatsächliche militärische Stärke Russlands. Während in Deutschland hohe Summen für Aufrüstung und die Bundeswehr bereitgestellt werden und die Angst vor weiteren Aggressionen Russlands wächst, zeigt Uhl, dass die Ressourcen und Fähigkeiten Russlands begrenzt sind. Er deckt die technologischen und strategischen Schwächen der russischen Streitkräfte auf und erklärt, warum es entscheidend ist, diese ebenso genau zu kennen wie ihre militärischen Stärken, um wirksam auf die Bedrohung reagieren zu können.

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Ethan Cross: Ritualblut | Thriller, 29.05.2026

Ethan Cross: Ritualblut

Autor: Ethan Cross, Pseudonym des amerikanischen Schriftstellers Aaron Brown

Spannungsgeladener Thriller, in dem Privatdetektiv Baxter Kincaid einem tödlichen Kult, sadistischen Gegnern und einem mysteriösen Mordfall nachgeht, während eine gefährliche Liebesgeschichte eskaliert.

Worum geht’s?

In Ethan Cross’ Thriller "Ritualblut" gerät der Privatdetektiv Baxter Kincaid in einen Fall, der ihn weit über die Grenzen normaler Ermittlungsarbeit hinausführt. Eine junge Chinesin bittet ihn, nach ihrem verschwundenen Onkel zu suchen. Schon bald stößt Baxter auf Hinweise, dass der Mann in zwielichtige Machenschaften verstrickt war – und kurz darauf brutal ermordet wird. Während sich Baxter in seine Auftraggeberin verliebt, verschwindet auch sie spurlos, und aus der Suche nach einer einzelnen Person entwickelt sich ein Albtraum. Immer mehr Opfer werden gefunden, und Kincaid und sein Team sehen sich einer gefährlichen Mischung aus staatlicher Gewalt, sadistischen Gegnern und einem geheimnisvollen Kult gegenüber. Dessen Anführer behauptet, eine uralte Gottheit zu verkörpern – und schreckt vor keinem Opfer zurück, um seine Macht zu sichern.

Warum interessant?

Ethan Cross hat sich mit seiner Shepherd-Reihe längst einen festen Platz unter den großen Namen des Thriller-Genres gesichert. Bestseller wie "Ich bin die Nacht", "Ich bin die Angst" und "Ich bin der Zorn" zeigen, wie geschickt er brutale Spannung, psychologische Tiefe und temporeiche Handlung verbindet. Seine Bücher haben weltweit eine große Fangemeinde gefunden – und genau deshalb gilt auch "Ritualblut" aus Cross' neuer Baxter-Kincaid-Reihe für mich als Anwärter auf einen Bestseller-Thriller des Jahres 2026.

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Jo Nesbø: Insel der Ratten | Thriller, 25.06.2026

Jo Nesbø: Insel der Ratten

Originaltitel: Rotteøya og andre fortellinger

Autor: Jo Nesbø, norwegischer Schriftsteller und Musiker

Ein dystopischer Thriller über Macht, Moral und den Zerfall der Zivilisation nach einer weltweiten Pandemie, der in seiner Wucht an große gesellschaftskritische Klassiker erinnert.

Worum geht’s?

Nach dem Zusammenbruch der Welt infolge einer globalen Seuche sind Ordnung und Wohlstand Vergangenheit. Arbeitslosigkeit, Elend und Gewalt prägen den Alltag, das gesellschaftliche Gefüge ist zerfallen, bewaffnete Gruppen kontrollieren die Metropolen. Während sich der milliardenschwere Unternehmer Colin Lowe mit seiner Familie auf die Insel der Ratten zurückzieht, versinkt das Festland im Chaos. Dort führt sein Sohn Brad eine brutale Clique an, die keinerlei Grenzen kennt. Als bei einem ihrer Überfälle die Tochter von Colins langjährigem Vertrauten Will in ihre Gewalt gerät, bleibt diesem nur ein Ziel: Vergeltung. Seine Jagd nach den Verantwortlichen steuert auf einen extremen Schauplatz zu – hoch über der Stadt beginnt ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit, bei dem jede Entscheidung endgültig ist.

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Samuel Beckett: German Diaries | Sachbuch, 20.08.2026

Samuel Beckett: German Diaries (28. September 1936 – 1. April 1937)

Autor: Samuel Beckett, irischer Schriftsteller

Beobachtungen des jungen Autors Samuel Beckett während seiner Deutschlandreise in den frühen Nazijahren mit Reflexionen über Kunst, Literatur und Alltag dieser Zeit.

Worum geht’s?

Samuel Becketts "German Diaries" dokumentieren die einzige längere Phase seines Lebens, in der er regelmäßig Tagebuch führte. Während einer ausgedehnten Reise durch das Deutschland der dreißiger Jahre – mit Stationen in Städten wie Hamburg, Berlin, Dresden und München – hielt er seine Eindrücke, Begegnungen und Beobachtungen fest. Diese Aufzeichnungen sind nicht nur literarisch bedeutsam, weil sie Einblicke in die Entwicklung seiner ästhetischen Vorstellungen geben, sondern auch historisch wertvoll: Beckett schildert mit präzisem Blick den Alltag im nationalsozialistischen Deutschland, kommentiert die Folgen der NS-Kulturpolitik, beschreibt den Umgang mit verbotener Kunst und berichtet von Gesprächen mit Künstlern und Sammlern.

Die nun erstmals veröffentlichten Tagebücher erscheinen zweibändig: Der erste Teil bietet den englischen Originaltext, durchsetzt mit deutschen Ausdrücken, sowie die Übersetzung. Der zweite Band ergänzt die Edition um umfangreiche Kommentare, Register und weiterführende Erläuterungen, die das Werk sowohl für literarisch Interessierte als auch für historisch Forschende erschließen.

Warum interessant?

Samuel Becketts Tagebücher gehören zweifellos zu den bemerkenswerten Sachbuchveröffentlichungen des Jahres 2026. Die nun erstmals zugänglichen Aufzeichnungen eröffnen einen seltenen Blick auf Becketts Beobachtungen während seiner Deutschlandreise in den Jahren 1936/37 und sind literarisch wie historisch von großer Bedeutung: Sie zeigen Becketts ästhetische Entwicklung im unmittelbaren Kontakt mit deutscher Kunst und Kultur und liefern zugleich präzise, oft schonungslos klare Einblicke in den Alltag und die kulturpolitischen Mechanismen der NS-Zeit. Durch die zweibändige Edition mit Originaltext, Übersetzung und wissenschaftlichem Kommentar entsteht ein Werk, das sowohl Literaturinteressierte als auch Historiker ansprechen dürfte. Gerade diese Verbindung aus persönlichem Dokument, kulturgeschichtlicher Quelle und literarischer Selbstverortung macht das Buch für mich zu einer Veröffentlichung, die 2026 sicherlich große Aufmerksamkeit erhalten wird.

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Rüdiger Safranski: Die Vierte Kränkung | Sachbuch, 15.09.2026

Rüdiger Safranski: Die Vierte Kränkung - Menschlicher Geist im Schatten der Künstlichen Intelligenz

Autor: Rüdiger Safranski, deutscher Literaturwissenschaftler, Philosoph und Schriftsteller

Philosophische Untersuchung darüber, wie Künstliche Intelligenz das menschliche Selbstverständnis herausfordert und was uns als Menschen einzigartig macht.

Worum geht’s?

In "Die Vierte Kränkung" untersucht Rüdiger Safranski, wie Künstliche Intelligenz das Selbstbild des Menschen verändert. Er vergleicht diese Entwicklung mit den großen historischen „Kränkungen“ der Menschheit – der kopernikanischen Wende, Darwins Evolutionstheorie und Freuds Entdeckung des Unbewussten – und zeigt, dass Algorithmen viele Aufgaben besser lösen können als wir. Gleichzeitig betont Safranski die einzigartigen Fähigkeiten des Menschen: Bewusstsein, Reflexion, Emotionen und die Freiheit, Entscheidungen zu treffen. Das Buch verbindet philosophische Perspektiven mit Fragen der Moderne und bietet Orientierung, um in einer Welt mit Künstlicher Intelligenz den eigenen Platz als Mensch zu verstehen.

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Umberto Eco: Der Name der Rose | Comic, 15.09.2026

Umberto Eco: Der Name der Rose - Der Comic

Originaltitel: Il nome della rosa

Autor: Umberto Eco, italienischer Schriftsteller, Kolumnist, Philosoph, Medienwissenschaftler und Semiotiker | Zeichner: Milo Manara, italienischer Comiczeichner

Die spannende Suche von Mönch William von Baskerville und Adson nach einem Serienmörder in einer italienischen Abtei im 14. Jahrhundert.

Worum geht’s?

In "Der Name der Rose – Der Comic" begleiten die Leser den klugen Franziskanermönch William von Baskerville und seinen jungen Gehilfen Adson in eine abgelegene Abtei des 14. Jahrhunderts, in der mysteriöse Todesfälle die Gemeinschaft erschüttern. Während sie versuchen, das Rätsel um die unerklärlichen Morde zu lösen, stoßen sie auf geheime Schriften, verschlossene Räume und Intrigen innerhalb des Klosters. Milo Manara verwandelt diese komplexe Geschichte in eine visuell beeindruckende Graphic Novel, die die düstere, mittelalterliche Atmosphäre, die skurrilen Details der Klosterarchitektur und die faszinierenden Manuskripte zum Leben erweckt, sodass Spannung, Geheimnis und historische Tiefe auf eindrucksvolle Weise miteinander verschmelzen.

Warum interessant?

"Der Name der Rose" gehört für mich zu den vielversprechenden Comics 2026, weil es sich um die Adaption eines der berühmtesten Literaturklassiker des 20. Jahrhunderts handelt. Umberto Ecos "Der Name der Rose" wurde weltweit millionenfach gelesen, in zahlreiche Sprachen übersetzt und zählt zu den erfolgreichsten historischen Thrillern überhaupt. Die Mischung aus mittelalterlicher Klosteratmosphäre, kriminalistischem Spürsinn und philosophischer Tiefe hat den Roman zu einem internationalen Kultbuch gemacht. Die berühmte Roman-Version dieses Comics zähle ich daher nicht ohne Grund zu den 100 Büchern, die man gelesen haben muss.

Die Umsetzung als Graphic Novel durch Milo Manara, einen der renommiertesten europäischen Comiczeichner, verspricht eine visuell beeindruckende Neuinterpretation dieser ikonischen Geschichte. Für Fans des Romans, Liebhaber historischer Stoffe und Freunde anspruchsvoller Comics dürfte diese Adaption deshalb meiner Ansicht nach besonders interessant sein.

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Über den Autor Marcel Behling

Seit 2009 kuratiere ich als Gründer von "Die besten aller Zeiten" (DBAZ) handverlesene Buchempfehlungen abseits von Mainstream-Bestsellern. Als passionierter Vielleser mit Fokus auf philosophische Tiefe prüfe ich jedoch nicht nur Neuerscheinungen persönlich auf ihre Substanz, sondern ordne auch zeitlose Klassiker der Weltliteratur und bedeutende Literaturthemen fachlich ein. Mein Ziel ist es, eine fundierte Orientierung in der Welt der Literatur und Philosophie zu bieten. Bei mir zählt die echte Leseerfahrung und die tiefe Auseinandersetzung v.a. mit existenzialistischen Themen.

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